Essen Leben in Berlin

Der einzige Weg, ohne Hunger und Sport Kilos zu verlieren: Intuitives Essen

In der Stadt, aus der ich ursprünglich komme, gibt es keine große kulinarische Vielfalt. Ein paar lokale Restaurants und etwas ganz „Ausgefallenes“ in Form einer traditionell italienischen Pizzeria und dem Dönerstand ums Eck waren das höchste der Gefühle. Da war der Umzug nach Berlin beinahe schon eine Reizüberflutung: So viele Highlights aus der ganzen Welt und das fußläufig erreichbar. Hier geben sich hippe Restaurants mit Molekularküche, Sterneniveau und Weltoffenheit ein Stelldichein mit berühmten Top-Dönerbuden, originaler Berliner Currywurst und saisonalem Street-Food vom Feinsten. Ein Traum für meine Geschmacksnerven, ein Horror für meine Figur! Es gab so vieles, was ich unbedingt probieren wollte, so viele Snackbars, die ich vor lauter „köstlich“ immer wieder besucht habe. Irgendwann war es dann so weit: Der tägliche Blick auf die Personenwaage ließ es nicht mehr leugnen und ich musste abnehmen. Das Problem war nur: Ich kenne mich ja. Strenge Diäten halte ich nicht aus und die Sportlichste war ich auch nie. Dann führte ich allerdings ein wahrhaft erleuchtendes Gespräch mit einer Besitzerin eines gesunden Lokals in Neukölln. Hier erfuhr ich zum ersten Mal von dem Abnehmtrend „intuitiv Essen“.

Ganz ohne Diätwahnsinn zum Abnehmerfolg: Wie soll das funktionieren?

Es klingt fast zu schön um wahr zu sein: Abnehmen und das ohne Kalorien zählen und Diät einhalten? Wenn man sich das Ganze aber genauer ansieht, hört es sich wiederum sehr logisch und natürlich an: Man lernt, seinen Körper richtig einzuschätzen und verlässt sich auf sein von der Natur gegebenes Hungergefühl, nimmt dadurch nicht mehr zu, da man schlichtweg nur noch das zu sich nimmt, was der Körper tatsächlich braucht. Die einzige Herausforderung dabei ist, wirklich auf sein Bauchgefühl zu hören. Nicht im übertragenen Sinne, sondern wörtlich. Wer seinen Körper genau kennt und unterscheiden kann, ob er tatsächlich hungrig ist oder sich bloß von köstlich aussehenden Snacks im Schaufenster oder von seinem Appetit verleiten lässt, der hat mit dieser Methode Erfolg.

Hungergefühl kennen und Sättigung spüren

Oft essen wir einfach viel zu viel, obwohl wir es gar nicht bräuchten. Mittags hat man häufig nicht so viel Zeit, schaufelt sich in der Kantine im Job einen Haufen aufs Tablett oder isst im Restaurant schön artig seinen Teller auf, damit es nicht aussieht, als hätte es uns nicht geschmeckt. Diese Verhaltensmuster muss man beim intuitiven Essen ablegen und sich ganz auf den eigenen Körper und das eigene Hungergefühl fokussieren. Langsam essen und sich bewusst darüber werden, ob man schon satt ist oder der Magen noch knurrt, das ist der erste Schritt. Zu einem tatsächlichen Erfolg führt dann auch noch, dass man auf leere Kalorien eher verzichtet, da diese nicht langfristig sättigen. Stattdessen eine gesunde Kleinigkeit und wirklich nur dann essen, wenn man hungrig ist.