Wie sinnvoll ist die professionelle Zahnreinigung?

Von vielen Zahnärzten wird empfohlen, zwei Mal im Jahr die Zähne gründlich reinigen zu lassen. Aber was bringt das Ganze und was sollten Sie dabei beachten? Ist eine professionelle Zahnreinigung vom Zahnarzt überhaupt sinnvoll?

Meine Recherchen haben ergeben: Nur dann machen, wenn es nötig ist. Nicht bei allen Menschen ist der Zustand an den Zähnen immer derselbe. Es gibt sicher einige Zahnärzte, die an einer nicht aufwendigen Zahnreinigung verdienen möchten. Doch wer schon lange einen vertrauenswürdigen Zahnarzt hat, kann getrost gerne nachfragen, ob der Zustand der Zähne und des Zahnfleisches das wirklich erfordert. Viele gute Zahnärzte empfehlen die Prozedur nicht für jeden Patienten. Zu empfehlen ist die Behandlung aber bei Leuten, die zum Beispiel ein erhöhtes Risiko haben an Karies oder Parodontitis zu leiden. Auch bei Kindern, welche eine Zahnspange haben, ist eine solche Reinigung sehr empfehlenswert, da das normale Zähneputzen nicht überall rankommen kann. Menschen, die ein empfindliches Zahnfleisch haben, profitieren genauso von der Reinigung. Haben Sie Kronen, Brücken oder Implantate, wird eine solche Reinigung Sinn machen. Doch für alle Erwachsenen, die nicht unter Parodontitis oder anderen Zahnerkrankungen leiden, ist eine professionelle Zahnreinigung nicht nötig.

Was kann die Profi-Reinigung?

Egal wie gut die Zähne gepflegt werden, so können Zähne putzen und Zahnseide niemals alle Ecken erreichen. Vor allem an den Engpässen, hinten in der Mundhöhle befindlich, in den Zahnzwischenräumen und am Rand vom Zahnfleisch kommt eine normale Zahnbürste niemals richtig hin. Das Fazit dabei lautet, beim Zähne putzen können mit einer normalen Zahnbürste nicht mehr als 60 % der Zahnoberflächen erreicht werden. Demgegenüber kann die professionelle Reinigung alle Stellen gezielt abdecken und säubern.

Wie oft wird so eine Zahnreinigung empfohlen und führt der Zahnarzt eine Reinigung durch?

In der Regel wird eine Behandlung durch Zahnärzte 2 Mal im Jahr empfohlen. Sollten keinerlei Probleme im Mundraum existieren, genügen größere Abstände zwischen den Reinigungen. Nach einer zahnärztlichen Untersuchung werden meistens durch eine Zahnarzthelferin alle Zahnbeläge entfernt. Das Grobe, also die weichen Beläge, werden durch ein Ultraschallgerät beseitigt. Für härtere Ablagerungen werden Spezial-Instrumente genommen. Bräunliche Stellen von Kaffee, Tee oder Rauchen werden mit Hilfe von Pulverstrahlgeräten entfernt. Die Zwischenräume werden anschließend mit Zahnseide saubergemacht. Danach werden die Zähne poliert. Am Schluss wird ein fluoridhaltiger Lack aufgetragen. Das alles schützt besonders gut vor dem Ansiedeln von Bakterien auf den Zähnen. Patienten bekommen meist noch einige Tipps zur Mundhygiene und fertig ist der ganze Spaß.

Was kostet die Zahnreinigung – zahlt es die Krankenkasse?

Die Zahnärzte sind an die Gebührenordnung gebunden. Der Preis variiert in Abhängigkeit von der Zahl der Zähne und genauso von ihrem Zustand. Letztlich wird der Preis durch den Arbeitsaufwand bestimmt. Die Zeit, die dabei verwendet wird, kann unterschiedlich sein und zwischen 30 und 60 Minuten schwanken. Dabei kommen einige Geräte zum Einsatz oder nicht. Je nachdem reichen die Kosten von ca. 40 Euro bis 150 Euro, wie gesagt je nach Aufwand. Leider übernehmen die Krankenkassen im Normalfall keine Kosten für die Zahnreinigung. Natürlich gibt es Ausnahmen. Das richtet sich nach dem Vertrag, viel öfter gibt es Zuschüsse bei privaten Krankenkassen.

MEIN FAZIT: Für wenn es sich am Ende lohnt oder nicht, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Es hilft aber auf jeden Fall, die Zähne länger gesund zu halten.